ZUSAMMENFASSUNG Die Literatur zur Wissensmobilisierung (KM) erkennt die komplexen Prozesse an, die an der Anwendung von Evidenz in der Politik beteiligt sind. Die alltäglichen Aktivitäten, die von Wissensmobilisierern eingesetzt werden, um diese Prozesse zu erleichtern, sind jedoch schwer zu erfassen und zu kodifizieren. Wir adressieren diese Lücke im aktuellen Verständnis durch eine empirische Analyse der Praktiken, die zur Mobilisierung von Wissen in der lokalen politischen Entscheidungsfindung eingesetzt werden. Wir stellen fest, dass effektive KM durch relationale Interaktionen mit unterschiedlichen Akteuren in Forschung, Politik und Praxis gekennzeichnet ist; ständige und konsistente Engagements mit den lokalen und politischen Kontexten, in denen Evidenz angewendet wird; und die Integration verschiedener Wissensarten (einschließlich Forschungsergebnissen, beruflicher Expertise und gelebter Erfahrung), um gemeinsam auf die Bedürfnisse in Politik und Praxis zu reagieren. Diese Praktiken der KM haben wichtige Implikationen dafür, wie Evidenz von politischen Entscheidungsträgern und Praktikern definiert, validiert und genutzt wird.
Havers et al. (Thu,) haben diese Frage untersucht.