Zusammenfassung Der Artikel beschäftigt sich mit dem Phänomen der Textkonstanz in der mündlich überlieferten Epik Usbekistans. Als Hauptgrund für dieses Phänomen kann der Ausbildungsprozess eines Epensängers bei einem Meistersänger gesehen werden, ein Prozess, der am Beispiel der usbekischen „Sängerschulen“ vorgestellt wird. Im weiteren Verlauf wird der Nachdruck auf einer memorierenden Aneignung der traditionellen epischen Dichtung an ausgewählten Passagen eines Epos des karakalpakischen Epensängers Jumabay Bazarov (1927–2006) auf der Basis seines von mir aufgenommen Gesamtrepertoires (1981–2001) und der erhaltenen Epenversion seines Lehrers sowie weiterer überlieferter Versionen exemplifiziert.
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Karl Reichl (2026) studied this question.
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