Diffuse alveoläre Blutung (DAH) ist eine seltene, aber potenziell lebensbedrohliche pulmonale Erkrankung, die klassischerweise mit Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht wird, jedoch auch im Kontext von Traumata auftreten kann. Wir berichten über den Fall eines 20-jährigen männlichen Patienten, der nach einem Straßenverkehrsunfall ein Polytrauma erlitten hatte und zunächst ein normales Thoraxröntgen aufwies. Am vierten Tag der Hospitalisierung entwickelte er eine akute Hypoxämie mit neuen bilateralen alveolären Infiltraten; eine hochauflösende Computertomographie ergab diffuse matglasartige Opazitäten mit Septumdickenzunahme. Eine Bronchoalveoläre Lavage zeigte einen progressiv blutigen Rückfluss über die Proben, was DAH bestätigte. Autoimmunmarker waren weitgehend negativ, und in Abwesenheit systemischer Merkmale wurde eine multifaktorielle Ätiologie in Betracht gezogen, die verletzungsbedingte Schäden und den Einsatz von Antikoagulanzien umfassen könnte. Hochdosis-intravenöse Kortikosteroide führten zu einer schnellen klinischen und radiologischen Genesung. Dieser Fall unterstreicht die Bedeutung, DAH bei Trauma-Patienten zu berücksichtigen, die mit unerklärter Hypoxämie und bilateralen Infiltraten präsentieren, selbst ohne Hämoptyse, wo frühzeitige Bronchoskopie und schnelle Behandlung lebensrettend sein können.
Akula et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.