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HINTERGRUND: Die Sputumfärbungsmikroskopie ist ein gängiger Indikator für die Ansteckungsfähigkeit von Tuberkulose. Frühere Schätzungen, dass smear-negative Patienten 13-20 % der Übertragungen beitragen und im Durchschnitt 20 bis 25 % so infektiös sind wie smear-positive Fälle, werden als hoch angesehen. Hier verwenden wir eine ideale realistische Umgebung, einen umfassenden Datensatz und neue hochauflösende Techniken, um das tatsächliche Übertragungsrisiko von smear-negativen Fällen genauer zu schätzen. METHODEN: Wir behandelten alle erwachsenen, kulturpositiven pulmonalen TB-Patienten, die zwischen 2003 und 2016 in der Provinz Alberta, Kanada, diagnostiziert wurden, als potenzielle Übertrager. Die primären Datenquellen waren das Alberta TB-Register und das Provinzlabor für öffentliche Gesundheit. Wir maßen als primäre Ergebnisse den Anteil der Übertragungen, die smear-negativen Quellen zuzuordnen sind, sowie die relative Übertragungsrate. Zuerst replizierten wir frühere Studien durch die Verwendung von molekularen (DNA) Fingerabdruck-Clustering. Dann definierten wir Übertragungsereignisse als aktive TB unter identifizierten Kontakten, die entweder einen 100 % DNA-Fingerabdruckabgleich mit dem Quellfall hatten oder eine klinische Diagnose. Wir ergänzten unsere Analyse mit Genomsequenzierung auf zeitlich und geografisch verknüpften DNA-Fingerabdruck-Clustern von Fällen, die nicht als Kontakte identifiziert wurden.ERGEBNISSE: Es gab 1176 Fälle, 563 smear-negative und 613 smear-positive, sowie 23.131 Kontakte. Bei der Replikation früherer Studien lag der Anteil der Übertragungen, die smear-negativen Quellfällen zugeordnet werden konnten, bei 16 % (95 % CI, 12-19 %) und die relative Übertragungsrate bei 0,19 (95 % CI, 0,14-0,26). Mit unserem kombinierten Ansatz lag der Übertragungsanteil bei 8 % (95 % CI, 3-14 %) und die relative Übertragungsrate wurde 0,10 (95 % CI, 0,05-0,19). INTERPRETATION: Als wir die gleichen Ergebnisse wie in früheren Studien untersuchten, aber die Übertragungsprüfung mit konventioneller Epidemiologie und Genomik verfeinerten, fanden wir heraus, dass smear-negative Fälle etwa 50 % weniger infektiös waren als zuvor gedacht. FINANZIERUNG: Alberta Innovates Health Solutions.
Asadi et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.