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ZIELSETZUNG Eine fehlgeschlagene solide knöcherne Fusion bzw. Pseudarthrose ist eine wohlbekannte Komplikation der lumbalen Arthrodese. Jüngste Fortschritte in der radiologischen Technologie, bei Biologika, der Instrumentation, der chirurgischen Technik und dem Verständnis der lokalen Biologie haben allesamt zur Prävention und Behandlung der Pseudarthrose beigetragen. Hier wird die aktuelle Literatur zur Diagnostik und Behandlung lumbaler Pseudarthrosen zusammenfassend dargestellt. METHODEN Eine systematische Literaturübersicht wurde unter Verwendung der Datenbanken MEDLINE und Embase durchgeführt, um nach den in der Literatur (1985 bis heute) veröffentlichten aktuellen Methoden der radiologischen Diagnostik und chirurgischen Behandlung zu suchen. Die Einschlusskriterien umfassten: 1) Veröffentlichung in englischer Sprache; 2) Evidenzgrad I–III; 3) Diagnose degenerativer Erkrankungen der Lendenwirbelsäule und/oder Vorgeschichte einer Fusionsoperation der Lendenwirbelsäule; und 4) Vergleichsstudien von 2 verschiedenen chirurgischen Techniken oder Vergleichsstudien einer Bildgebungsmodalität gegenüber einer chirurgischen Exploration. ERGEBNISSE Sieben Studien erfüllten die Einschlusskriterien für die aktuelle radiologische Bildgebung zur Diagnose einer lumbalen Pseudarthrose. Konventionelle Röntgenaufnahmen und Dünnschicht-CT-Aufnahmen waren die häufigsten Methoden zur radiologischen Diagnose. Die PET hat sich als valide Bildgebungsmodalität zur In-vivo-Überwachung der aktiven Knochenneubildung erwiesen. Acht Studien verglichen die chirurgischen Techniken zur Behandlung und Prävention einer fehlgeschlagenen lumbalen Fusion. Die Erfolgsraten bei der Behandlung einer Pseudarthrose werden durch den Einsatz einer rigiden Instrumentation verbessert. SCHLUSSFOLGERUNGEN Die spinalen Fusionsraten haben sich infolge von Fortschritten bei Biologika, Instrumentation, chirurgischen Techniken und dem Verständnis der lokalen Biologie verbessert. Die Behandlung der lumbalen Pseudarthrose umfasst eine Vielzahl chirurgischer Optionen wie den Austausch gelockerter Instrumentation, den Einsatz potenterer Biologika und interkorporelle Fusionstechniken. Prävention und Erkennung sind wichtige Grundsätze im Algorithmus für das Management der spinalen Pseudarthrose.
Chun et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.