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Trotz eines Anstiegs der Anzeigen von Vergewaltigungen sind die Verurteilungen in England und Wales in den letzten Jahren erheblich gesunken. Frühere Forschungen haben eine hohe Akzeptanz von Vergewaltigungsmythen unter Polizeibeamten festgestellt. Da die Polizei als Tore für das Strafjustizsystem fungiert, kann das Abonnieren von Vergewaltigungsmythen erhebliche Auswirkungen auf die Opferabbruchrate und die Verurteilungsquote haben. Diese Studie untersucht die Verwendung von Vergewaltigungsmythen durch Polizeibeamte und wie diese Ermittlungen und Strafverfolgungen beeinflussen können. Insgesamt wurden 17 halbstrukturierte Interviews mit Polizeibeamten einer großen englischen Polizeibehörde durchgeführt. Die Interviewdaten wurden mit der qualitativen Methode der thematischen Analyse ausgewertet. Obwohl es Fälle gab, in denen Beamte ein gewisses Bewusstsein für die Notwendigkeit zeigten, Vergewaltigungsmythen zu widerlegen oder entgegenzuwirken, wurden Vergewaltigungsmythen von den meisten Beamten verwendet, wobei die häufigsten mit (1) dem Fabrizieren von Opfern (‚Frauen lügen‘) und (2) der Provokation durch das Opfer (‚Frauen fordern es‘) zusammenhängen. Empfehlungen werden zur Überprüfung und Schulung von Polizeibeamten ausgesprochen.
Gekoski et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.