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MikroRNAs (miRNAs) sind eine neue Klasse von nicht-kodierenden RNAs mit einer Länge von 18-23 Nukleotiden, die in einem breiten Spektrum biologischer Prozesse entscheidende Rollen spielen. Jüngste Berichte werfen auch Licht auf die Rolle von MikroRNAs als kritische Effektoren in den komplexen Netzwerken der Wirt-Pathogen-Interaktionen. Beweise deuten darauf hin, dass sowohl Viren als auch Wirte MikroRNAs kodieren. Die ausschließliche Abhängigkeit der Viren von der zellulären Maschinerie des Wirts für ihre Verbreitung und ihr Überleben macht sie auch hochgradig anfällig für die Launen der zellulären Umgebung, wie z.B. die durch kleine RNAs vermittelte Interferenz. Dies gibt dem Virus auch die Möglichkeit, gegen den Wirt zu kämpfen und/oder den Wirt anzupassen, um seinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Somit ist die Bandbreite der durch miRNA-mRNA-Wechselwirkungen an der Schnittstelle zwischen Wirt und Pathogen möglichen Interaktionen groß. Diese Interaktionen können durch Veränderungen der Genexpression, Mutationen und Polymorphismen im Wirt weiter verfeinert werden. Im Pathogen trägt die hohe Mutationsrate zur Komplexität des Interaktionsnetzwerks bei. Obwohl Beweise für die durch MikroRNA vermittelten Wechselwirkungen bei Virusinfektionen gerade aufkommen, bieten sie eine immense Gelegenheit, nicht nur die Feinheiten der Wirt-Pathogen-Interaktionen zu verstehen und mögliche Erklärungen für virales Tropismus, Latenz und Onkogenese zu finden, sondern auch neuartige Biomarker und Therapeutika zu entwickeln.
Scaria et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.
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