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ZIELE: Bestimmung der Sensitivität und Spezifität erhöhter Serum-IgG4-Spiegel für die Diagnose der Autoimmunpankreatitis (AIP) sowie ihrer Fähigkeit, eine AIP vom Pankreaskarzinom, ihrer wichtigsten Differentialdiagnose, zu unterscheiden. METHODEN: Wir bestimmten die Serum-IgG4-Spiegel (Normwert 8-140 mg/dL) bei 510 Patienten, darunter 45 mit AIP, 135 mit Pankreaskarzinom, 62 ohne Pankreaserkrankung und 268 mit anderen Pankreaserkrankungen. ERGEBNISSE: Die Sensitivität, Spezifität und die positiven prädiktiven Werte für ein erhöhtes Serum-IgG4 (>140 mg/dL) zur Diagnose einer AIP lagen bei 76 %, 93 % bzw. 36 % und für ein IgG4 von >280 mg/dL bei 53 %, 99 % bzw. 75 %. Unter den Probanden mit erhöhtem IgG4 unterschieden sich Nicht-AIP-Probanden (N = 32) von AIP-Probanden (N = 34) darin, dass sie mit höherer Wahrscheinlichkeit weiblich waren (45 % vs. 9 %, P 280 mg/dL (13 % vs. 71 %, P 280 mg/dL im Vergleich zu 53 % bei AIP. Im Vergleich zur AIP wiesen Patienten mit Pankreaskarzinom mit höherer Wahrscheinlichkeit CA19-9-Spiegel von >100 U/mL auf (71 % vs. 9 %, P < 0.001). SCHLUSSFOLGERUNG: Erhöhte Serum-IgG4-Spiegel sind charakteristisch für eine AIP. Leichte (<2-fache) Erhöhungen des Serum-IgG4 treten jedoch bei bis zu 10 % der Probanden ohne AIP, einschließlich Patienten mit Pankreaskarzinom, auf und können nicht allein zur Unterscheidung einer AIP von einem Pankreaskarzinom herangezogen werden. Da die AIP selten ist, stellen IgG4-Erhöhungen bei Patienten mit geringer Vortestwahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer AIP wahrscheinlich falsch-positive Befunde dar.
Ghazale et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.