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ZWECK DER ÜBERSICHT: Bis vor kurzem hat die geringe Charakterisierung der Epidemiologie der venösen Thromboembolie bei Nicht-Kaukasiern dazu beigetragen, dass die Vorstellung entstand, dass Rasse oder ethnische Zugehörigkeit die Krankheitspräsentation nicht beeinflussen. Diese Übersicht beschreibt die zuvor schlecht dokumentierte Größe der Krankheitslast der venösen Thromboembolie unter vier ethnischen Gruppen, indem sie die Krankheitsinzidenz sowie die damit verbundenen Morbidität/Mortalität anhand verfügbarer Literaturdaten definiert. AKTUELLE ERGEBNISSE: Neueste Daten deuten darauf hin, dass Afroamerikaner die höchste Krankheitslast der venösen Thromboembolie haben, während Asiaten die niedrigste im Vergleich zur kaukasischen Bevölkerung aufweisen. In beiden ethnischen Gruppen sind jedoch die vererbbaren thrombophilen Risikofaktoren, die bei Kaukasiern verbreitet sind (Faktor V Leiden, Prothrombin G20210A), deutlich selten. Das Vorhandensein bislang unbestimmter Modifikatoren der Erkrankung, die eine Anfälligkeit oder Resistenz gegenüber venöser Thromboembolie vermitteln, wird vermutet und erfordert weitere Untersuchungen. ZUSAMMENFASSUNG: Rassendiskrepanzen bei thrombotischen Erkrankungen bestehen in den unterschiedlichen Mustern der Krankheitsinzidenz zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen, doch die genetischen Determinanten der Erkrankung und Risikomodifikatoren bleiben unklar. Weitere Forschungen, die sich darauf konzentrieren, die zugrunde liegenden Ätiologien der venösen Thromboembolie über verschiedene ethnische Gruppen hinweg zu bestimmen, versprechen ein produktives und dringend benötigtes Forschungsfeld zu sein.
Haruka Itakura (Mon,) hat diese Frage untersucht.
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