Zielstellung In der Literatur wurde konsistent bei Nutzung oraler Contraceptiva (OCs) ein reduziertes Risiko von Uterus- und Ovarialtumoren berichtet. Der Effekt von niedrigdosierten OCs ist weniger klar. Methodik Die Deutsche Kohortenstudie zur Frauengesundheit erfasst von Frauen aller Bundesländer, die sich zur Teilnahme bereit erklärt haben, selbst berichtete Daten zur Hormonnutzung. Diese Daten umfassen Angaben zu Zeit, Typ, Dosis der Exposition wie auch zur Zeit des Auftritts von Erkrankungen. Die ersten Kohortendaten von 1998 bis 2000 wurden mittels logistischer Regression analysiert, um den Zusammenhang zwischen lebenslanger OC-Nutzung und dem Auftreten von Uterus- und Ovarialtumoren zu analysieren. Ergebnisse Die Frauenkohorte enthält gegenwärtig rund 396 000 Frauenbeobachtungsjahre von rund 10 000 Teilnehmerinnen mit 167 malignen sowie 1676 benignen Tumoren. Das adjustierte relative Risiko [RR] des Auftretens von Uterus- oder Ovarialkrebs bei OC-Nutzern verglichen mit Nienutzern war 0,5 (95 % Konfidenzintervall [95 % CI]: 0,3 - 0,7). Der Vergleich von Nutzern niedrigdosierter OCs mit Nienutzern ergab ein adjustiertes RR von 0,1 [95 % CI 0,1 - 0,3]). Vergleichbare Ergebnisse wurden bei benignen Tumoren der primären Reproduktionsorgane gefunden. Die Zeit seit der letzten OC-Nutzung war ein bedeutender Effektmodifikator bei malignen, nicht aber bei benignen Tumoren. Schlussfolgerung Nutzung von OCs ist mit einer deutlichen Reduktion des Risikos von malignen und Ovarial- und Uterustumoren assoziiert. Die stärkste Reduktion fand sich bei Nutzern niedrigdosierter OCs.
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Heinemann et al. (2002) studied this question.
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