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Starker, aber relativ kurzer (jährlicher bis jahrzehntelanger) Klimawandel kann umfassende und langanhaltende Auswirkungen auf Waldgemeinschaften haben. Das Klima beeinflusst Wälder durch direkte Effekte auf die Baumdemographie (Sterblichkeit und Überstory-Rekrutierung) sowie durch indirekte Effekte auf Störungssysteme. Hier vergleichen wir mehrhundertjährige Chronologien der Baumrekrutierung aus einem 307-ha Ponderosa-Kiefernwald im südwestlichen Colorado mit Rekonstruktionen von Feuerjahren, Hydroklima und der El Niño-Southern Oscillation (ENSO). Wenige Bäume stammen aus der Zeit vor einer regionalen, mehrjährigen Megadürre, die in den 1580er Jahren ihren Höhepunkt hatte. Ein prolongierter Niederschlag zu Beginn der 1600er Jahre führte zu einem Anstieg der Baumrekrutierung, der mit Rekrutierungen in großen Teilen des Südwestens übereinstimmt. Weitere Kohorten in den frühen 1700er Jahren und Mitte der 1800er Jahre entstanden während mehrdezenialer feuerquieszenter Perioden. Diese Perioden entsprechen Veränderungen in ENSO, die offenbar zu einer Dämpfung der interannualen feuchten/trockenen Oszillationen geführt haben, die für die Ansammlung von brennbarem Material und Austrocknung verantwortlich sind. Feuer, vermittelt durch stochastische Klimavariation, wirkten als dichteunabhängige Regulierung der Baumpopulationen, da die Rekrutierung nicht durch die Dichte der Überstory-Bäume, sondern vielmehr durch brandbedingte Sterblichkeit von Setzlingen und jungen Bäumen während häufiger Feuerwehrmuster limitiert wurde. Gleichaltrige Kohorten in Ponderosa-Kiefernwäldern haben wahrscheinlich wenig, wenn nicht gar nichts mit episodischer Sterblichkeit durch extremere Brände zu tun, sondern stehen hauptsächlich im Zusammenhang mit episodischen Rekrutierungsmöglichkeiten. Das Feuerverbot nach der euro-amerikanischen Besiedlung Ende der 1800er Jahre führte zu einer Zunahme der Baumdichte und Änderungen der Waldbestände, welche bedeutende Faktoren sind, die zu den jüngsten schweren Waldbränden in anderen Wäldern des Südwestens beigetragen haben. Unsere Ergebnisse dokumentieren klare Verbindungen zwischen synoptischen Klimaeinflüssen, Bränden und Rekrutierungsereignissen und heben die Bedeutung regionalhistorischer Prozesse für die zeitgenössische Waldzusammensetzung und -struktur hervor.
Brown et al. (2005) haben diese Frage untersucht.