The aim of this article is to develop a practical theological perspective on ubuntu, a (Southern) African tradition of values, norms, and practices. The context and contested nature of ubuntu are first described. Next we investigate the notion of ubuntu from the perspective of moral theory. Using Paul Ricoeur’s three-phase model, we explore ubuntu ethics from the perspective of the good (virtue ethics), the right (duty ethics) and the wise (situation ethics). Lastly we reflect on the possible significance of ubuntu ethics for practical theology, and highlight the importance of ubuntu for religious practice, especially with regard to moral formation and education in faith communities and the public sphere. Zusammenfassung Das zentrale Anliegen dieses Artikels liegt darin, eine praktisch-theologische Perspektive auf die (süd-)afrikanische Tradition des Ubuntu zu eröffnen. Ubuntu bezeichnet ein System traditioneller Werte, Normen und Bräuche, dessen Kontext und strittige Bedeutung zunächst erläutert wird. Daran anschließend untersucht der Artikel Ubuntu mithilfe ausgewählter moraltheoretischer Kategorien. Unter Rückgriff auf Paul Ricoeurs Drei-Phasen-Modell wird die Ubuntu-Ethik aus der Perspektive des Guten (Tugendethik), des Richtigen (Pflichtethik) und des Weisen (Situationsethik) näher betrachtet. Schließlich bedenkt der Artikel die mögliche Bedeutsamkeit des Ubuntu für die praktische Theologie. Im Zuge dessen werden insbesondere die moralische Bildung und Erziehung in öffentlichen und gemeindlichen Lernräumen als Bereiche identifiziert, die von einer praktisch-theologischen Auseinandersetzung mit Ubuntu profitieren könnten. Published Online: 2015-6-9 Published in Print: 2015-6-15 © 2015 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/München/Boston
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Jaco S. Dreyer (2015) studied this question.