Ich analysiere die Beziehungen zwischen Descartes und Morin, hauptsächlich bezüglich ihrer jeweiligen Beweise für die Existenz Gottes. Ich tue dies in drei Phasen: (1) Morin und Descartes, von ihren ersten Begegnungen Mitte der 1620er Jahre bis zu Morins Einwänden gegen Descartes' Abhandlung über die Methode im Jahr 1638. (2) Descartes' Kritik an Morins Abhandlung 'Dass Gott existiert' im Jahr 1641 und Morins implizite Antwort auf diese Kritik in der zweiten Auflage des Werkes (1655). (3) Morins Gegenwidersprüche in seiner posthum veröffentlichten 'Astrologia Gallica' (1661) zu Descartes' Antworten auf die Einwände zu den Meditationen. Die Untersuchung von Morins Werk und seiner Kritik an Descartes kann zwei grundlegende Zwecke erfüllen, da sie einen integralen Bestandteil von Descartes' Kontext darstellen und eine gute Grundlage für das Verständnis seiner Rezeption bilden. Sie können unser Verständnis von Descartes' Philosophie voranbringen, müssen das jedoch nicht: Morin muss kein guter Leser von Descartes sein. Andererseits sollte die Untersuchung etwas über Morins tiefere philosophische Verpflichtungen offenbaren.
Roger Ariew (2026) untersuchte diese Frage.