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Zusammenfassung Um den Charakter der Landwirtschaftsproteste in Deutschland vom Winter 2023/24 zu beleuchten, verbindet der Beitrag die Forschung zu sozial-ökologischen Transformationskonflikten mit einer polit-ökonomischen Perspektive auf das Greening des landwirtschaftlichen Modernisierungspfades. Anhand eines Mixed-Methods-Ansatzes, der eine Clusteranalyse (n=1.018) mit narrationsorientierten Interviews (n=34) kombiniert, werden die Haltungen von Landwirt*innen zur Transformation des Agrarsektors untersucht. Überspitzt formuliert lässt sich die Protestwelle als eine von einer konservativ bis rechtspopulistischen Koalition getragene agrarpolitisch rückwärtsgewandte, anti-etatistische und anti-urbane Gegenbewegung zur sozial-ökologischen Transformation begreifen. Dominiert wurden die Proteste nämlich von Landwirt*innen, die eine Ökologisierung der Landwirtschaft skeptisch betrachten, eine aktive Rolle des Staates in der Transformation ablehnen, die Gesellschaft von Stadt-Land-Gegensätzen geprägt sehen und ein agrarpolitisches Rollback fordern. Auch für das Verständnis der Durchsetzung des grünen Kapitalismus sind die Befunde relevant: Faktisch verteidigte die Protestbewegung den industriellen Modernisierungspfad der Landwirtschaft gegen dessen Greening, obwohl die ökologischen Probleme unübersehbar sind und viele Landwirt*innen schon seit geraumer Zeit unter den sozialen Nebenfolgen leiden. Mitverantwortlich hierfür dürfte der für die Entwicklung des grünen Kapitalismus typische Modus der Transformation des Agrarsektors sein, dem Greening eines etablierten Modernisierungspfades, das dessen gröbste ökologische Nebenfolgen einzudämmen sucht, die ökonomischen Eckpunkte des Pfades aber nicht in Frage stellt.
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Holst et al. (2025) studied this question.
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