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HINTERGRUND: Das levonorgestrelfreisetzende intrauterine System (LNG-IUS), obwohl eingesetzt zur Reduzierung starker Menstruation, verursacht unregelmäßige frühe transiente Blutungen. Ziel der Studie war es, quantitative Veränderungen der endometrialen Gefäße bei kurzzeitigen (≤ 12 Monate) LNG-Anwenderinnen zu dokumentieren. Die Fläche, Dichte und Reifung der endometrialen Gefäße wurden in 19 endometrialen Biopsien von Frauen mit LNG-IUS und in 10 normal ovulierenden Patientinnen während der späten Lutealphase quantifiziert. METHODEN: Die Reifung der Gefäße wurde durch doppelte Immunfärbung unter Verwendung von Anti-von-Willebrand-Faktor (Endothelzellmarker) und Anti-alpha-Glattmuskel-Aktin (glatte Gefäßmuskelzellen) Antikörpern bewertet. Die Gefäßfläche, -anzahl und -dichte wurden mit einem neuartigen computerunterstützten Bildanalysesystem quantifiziert. ERGEBNISSE: Das Endometrium, das 1-3 Monate dem LNG-IUS ausgesetzt war, zeigte eine 11,5-fache Erhöhung der Anzahl kleiner nackter Gefäße. Die Zahl der teilweise reifen Gefäße (alphaSMA teilweise positiv) nahm um das Sechsfache zu. Nach längerfristiger LNG-IUS-Behandlung blieb die Anzahl der unreifen und teilweise reifen Gefäße viermal höher als in der Kontrollgruppe. Auch die Gefäßfläche und -dichte nahmen in einem zeitabhängigen Muster mit der Verwendung von LNG-IUS drastisch zu. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Levonorgestrel beeinflusst die Anzahl, Fläche, Dichte und Reifung der Blutgefäße in einem zeitabhängigen Muster, das den frühen transienten Anstieg der Durchbruchblutungen mit dem LNG-IUS erklären könnte.
Stéphanie et al. (2007) untersuchten diese Frage.