Perforans-Lappenplastiken werden als Hautlappenplastiken ohne Faszie oder Muskel definiert. Sie werden von einem oder mehreren Perforans-Gefäßen versorgt, die die Hautinsel entweder durch die Faszie, den Muskel oder das Septum intermusculare erreichen. Bereits 1985 wurde in Japan das Konzept der Blutversorgung von Lappenplastiken über Perforans-Gefäße gegenüber dem Konzept der faszio-kutanen Blutversorgung, also die Versorgung der Haut über den Gefäßplexus der Faszie, vertreten. Gestielte Perforans-Lappenplastiken unterteilen wir in septo-kutane, muskuläre (intermuskuläre), periostale und intertendinöse Perforans-Lappenplastiken. An der unteren Extremität wurden die A. tibialis posterior-Perforans-Lappenplastik, die Saphenus-Insel-Lappenplastik, die Peroneus Insel-Lappenplastik, die Malleoläre-Perforans-Lappenplastik, die freie A. epigastrica inferior-Perforans-Lappenplastik (DIEP Flap), die antero-laterale Oberschenkel-Perforans-Lappenplastik (ALT Flap) und die freie A. thoracodorsalis-Perforans-Lappenplastik (T-DAP oder TAP Flap) beschrieben. Der Vorteil dieser Perforans-Lappenplastiken sind der minimale Hebedefekt, die schnelle Lappenhebung und eine zuverlässig durchblutete Hautinsel.
No takes yet. Share an insight, caveat, or question.
Koshima et al. (2002) studied this question.