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Zusammenfassung Trotz seiner fundamentalen Bedeutung für weltgesellschaftliche Existenzen und globale Verflechtungsbeziehungen blieb das Meer lange eine soziologische Unbekannte. Der Aufsatz adressiert den ‚terrestrischen Bias‘ in der soziologischen Gesellschaftsreflexion aus einer pragmatistischen und wissenschaftssoziologischen Perspektive und stellt aktuelle Entwicklungen in der Meeresforschung, sowie die Debatte um den ‚Anthropocene Ocean‘ vor. Anhand eines Literaturüberblicks werden vorhandene soziologische Studien zu Meer-Mensch-Beziehungen reflektiert, ihre Leerstellen herausgearbeitet und die inhaltliche und strategische Relevanz einer soziologischen Konzeption gesellschaftlicher Meeresverhältnisse im Anthropozän profiliert. Daraus wird ein Programm einer noch zu entwickelnden ‚Soziologie des Meeres‘ skizziert, das auf folgenden Voraussetzungen beruht: a) Ausweitung des Gesellschaftsbegriffes auf sozio-marine und sozio-maritime Verflechtungszusammenhänge, b) methodologische Umstellung von Beobachtung zu heterogenen Kollaborationen und c) Ausbau des zeitdiagnostischen Potenzials einer Reflexion gesellschaftlicher Meeresverhältnisse im Anthropozän.
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Tanja Bogusz (2026) studied this question.
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