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Hintergrund: Der laufende Ausbruch des kürzlich aufgetretenen neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) stellt eine Herausforderung für öffentliche Gesundheitslabore dar, da Virusisolate nicht verfügbar sind, während immer mehr Hinweise darauf hindeuten, dass der Ausbruch weiter verbreitet ist als zunächst angenommen und internationale Ausbreitung durch Reisende bereits erfolgt. Ziel: Wir hatten zum Ziel, robuste diagnostische Methoden für den Einsatz in öffentlichen Gesundheitslaboren zu entwickeln und bereitzustellen, ohne Virusmaterial verfügbar zu haben. Methoden: Hier präsentieren wir einen validierten diagnostischen Workflow für 2019-nCoV, dessen Design auf der engen genetischen Verwandtschaft von 2019-nCoV mit dem SARS-Coronavirus basiert und der synthetische Nukleinsäuretechnologie nutzt. Ergebnisse: Der Workflow erkennt zuverlässig 2019-nCoV und unterscheidet ferner 2019-nCoV von SARS-CoV. Durch die Koordination zwischen akademischen und öffentlichen Laboren haben wir die Exklusivität des Tests auf der Grundlage von 297 ursprünglichen klinischen Proben, die ein vollständiges Spektrum menschlicher Atemwegserreger enthalten, bestätigt. Kontrollmaterial wird über das European Virus Archive – Global (EVAg), ein Infrastrukturprojekt der Europäischen Union, bereitgestellt. Schlussfolgerung: Die aktuelle Studie zeigt die enorme Reaktionsfähigkeit, die durch die Koordination akademischer und öffentlicher Labore in nationalen und europäischen Forschungsnetzwerken erreicht wurde.
Corman et al. (Donnerstag) haben diese Frage untersucht.