Diese Studie untersucht kritisch die historische Wahrnehmung von Hamels Landung in Joseon und dessen Werk „Hamel-Pyoryuki“, um so die Probleme eurozentrischer Historieinterpretationen aufzuzeigen. Hamel war ein Matrose der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC), der 1653 auf Jeju Strandung erlitt und 13 Jahre lang in Joseon weilte. Seine Aufzeichnungen gelten als die ersten schriftlichen Berichte, die dem Westen Korea bekannt machten. In aktuellen Lehrbüchern wird Hamels Besuch oft als eine Gelegenheit zur Begegnung mit westlicher Kultur beschrieben. Diese Sichtweise findet sich auch in Schilderungen aus der Kolonialzeit von Lee Seung-man, Choe Nam-seon und Lee Byung-do, die die Niederlande als fortschrittliche Nation lobten und den Kontakt mit Hamel als Chance zur Modernisierung betrachteten. Dies entspricht Fairbanks‘ „Schock-Reaktions“-Theorie, die den Westen als Träger der Zivilisation und den Osten als passives Objekt sieht. Jedoch monopolisierten die Niederländische Ostindien-Kompanie den Gewürzhandel in Südostasien durch Massaker an Einheimischen und militärische Unterwerfung lokaler Königreiche. Sie betrieben gewalttätigen Handel nach dem Prinzip „Kein Handel ohne Krieg und kein Krieg ohne Handel“, und ihr Reichtum basierte auf dem Leid der Einheimischen. Die Sicht, Hamels Landung als Kontakt mit fortschrittlicher Kultur zu bewerten, muss als voreingenommen überdacht werden, da sie den Westen mit der Moderne gleichsetzt. Die Moderne entsteht nicht einfach durch den Westen, sondern aus vielfältigen Veränderungen. Eine falsche Verbindung Hamels mit der Moderne führt zu verzerrten Darstellungen unserer Geschichte. Es ist notwendig, eurozentrischen Orientalismus zu überwinden, unsere Geschichte eigenständig zu betrachten und Hamels Landung aus anderen Perspektiven zu verstehen.
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Hyun Jae Yoo
한국학논집
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Hyun Jae Yoo (Di,) untersuchte diese Fragestellung.
synapsesocial.com/papers/69df2a4be4eeef8a2a6af7d5 — DOI: https://doi.org/10.18399/actako.2026..102.002
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