ZUSAMMENFASSUNG: Dieser Aufsatz ist ein Beitrag zum Buchforum "Die Macht der weichen Materie", das das Buch von Julia Vaingurt "Weiche Materie: Die Poetik der Schwäche im späten sowjetischen Sozialismus" (2025) diskutiert, das Schwäche als eine grundlegende ästhetische und ethische Strategie in der späten sowjetischen inoffiziellen Kultur identifiziert. Durch die Analyse von Autoren, die absichtlich Verwundbarkeit und Scheitern kultivierten, zeigt das Buch, wie diese Künstler die ideologische Besessenheit des Staates mit Heroismus und Macht zugunsten einer gemeinsamen, zarten Menschlichkeit zurückwiesen. Der Aufsatz erweitert Vaingurts These, indem er den kulturellen Widerstand des späten Sowjetunion auf eine Ablehnung am Übergang zum zwanzigsten Jahrhundert gegen vulgärisiertem Nietzscheanismus zurückverfolgt, einer Ideologie, die sich mit dem Marxismus verband, um einen Kult des Willens, heroischen Selbstopfers und männlicher Dominanz zu fördern. Der Autor argumentiert, dass diese historische Umarmung der Weichheit als eine wichtige Ressource dient, um dem gegenwärtigen Militarismus und der globalen Wiederbelebung von anti-liberalen, zynischen Kulten der Stärke zu widerstehen.
Ilya Kukulin (Thu,) untersuchte diese Frage.
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