Dissertation investigates personalization's impact on motivation and learning outcomes, enhancing instructional design practices.
Die Lernmotivation nimmt im Laufe der Schulzeit typischerweise ab, was sich negativ auf die Leistung auswirken kann. Dies wirft die Frage auf, wie Lernmaterialien gestaltet werden können, um die Motivation zu fördern und Lernergebnisse zu verbessern. Ein vielversprechender Ansatz ist die sprachliche Personalisierung, bei der Lernende direkt angesprochen werden. Während der Personalisierungseffekt gut dokumentiert ist, bleiben die zugrunde liegenden Mechanismen bislang unklar. Die Social Agency Theory (Mayer et al., 2004) geht davon aus, dass soziale Hinweise in Lernmaterialien eine soziale Reaktion auslösen, die einen positiven Einfluss auf Motivation, Verarbeitungstiefe und Lernleistung hat. Empirische Belege hierfür sind jedoch bislang begrenzt, möglicherweise aufgrund des Fehlens eines standardisierten Messinstruments. Diese Dissertation adressiert diese Forschungslücke anhand von drei Manuskripten mit dem Ziel, (1) das Konstrukt der Social Agency zu untersuchen und zu definieren, (2) den Einfluss sprachlicher Personalisierung auf Social Agency zu analysieren, (3) zu prüfen, inwieweit Social Agency den Effekt von Personalisierung auf die Lernleistung vermittelt, und (4) zu untersuchen, ob sprachliche Personalisierung eine effektive instruktionsdesignbezogene Methode über verschiedene Inhaltsarten, Medien und Lernumgebungen hinweg darstellt. Zu diesem Zweck wurde eine standardisierte Social Agency Scale (SoAg) entwickelt, die die Facetten Gesprächscharakter, Sympathie und emotionale Verbundenheit, Erklärungsbemühen und Verarbeitungstiefe erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass Personalisierung die wahrgenommene soziale Interaktion erhöht, insbesondere im Distanzlernformat, und die Retentionsleistung beim Lernen von Sachtexten verbessert. Effekte auf den Transfer waren begrenzt, mit einer Ausnahme bei narrativen Texten mit Personalisierung durch Nennung des Vornamens der Lernenden, bei denen die emotionale Verbundenheit und Transferleistung höher ausgeprägt waren. Insgesamt trägt diese Arbeit zur Weiterentwicklung der Social Agency Theory bei, führt ein validiertes Messinstrument ein und liefert praktische Implikationen für die Gestaltung personalisierter Lernmaterialien.
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Maike Lindhaus (2025) studied this question.
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