This dissertation explores the impact of the attention economy on online news headlines and content quality, indicating potential risks.
Die Menge an Informationen wächst in Online-Umgebungen rasant – aber welche Mechanismen bestimmen, welche Inhalte erfolgreich sind? Gefährdet die Aufmerksamkeitsökonomie die Qualität der Inhalte, denen wir online begegnen? Ich erforsche diese Fragen, indem ich den theoretischen Rahmen der kulturellen Evolution auf Online-Umgebungen anwende, und mich dabei besonders auf die Phänomene Clickbait und Misinformation, und das Genre Nachrichtenschlagzeilen konzentriere. Ich erörtere linguistische Merkmale wie Länge/Kürze, Negativität und Informationsgehalt, und welche Rolle diese in Selektion-, Transformations- und Transmissionsprozessen spielen – sowohl aus Sicht der Produzierenden als auch der Konsumierenden. Dazu nutze ich unterschiedliche methodologischen Herangehensweisen: Simulations- (Projekt 1), Beobachtungs- (Projekt 2) und experimentellen Daten (Projekt 3) sowie konzeptuelle Analyse (Projekt 4). Die agentenbasierte Modellierung aus Projekt 1 zeigt, dass ein Anstieg eines bestimmten Merkmals mit verschiedenen Mechanismen in unserem Modell kompatibel ist. Projekt 2 dokumentiert, dass viele linguistische Merkmale, die damit assoziiert sind, mehr Klicks zu bekommen, über Zeit und verschiedene Outlets hinweg an Häufigkeit zugenommen haben. Projekt 3 erforscht in einem kontrollierten Experiment die Auswirkungen verschiedener Anreizstrukturen auf die Produktion, Sprache und den Konsum von Nachrichtenschlagzeilen. Abschließend untersucht Projekt 4 aktuelle Debatten über Misinformation, wobei wir drei konzeptuelle Werkzeuge präsentieren, um scheinbare Streitpunkte konstruktiv zu adressieren. Zusammenfassend untersucht diese Dissertation, wie sich Nachrichtenschlagzeilen an Online-Umgebungen anpassen. Soweit die online herrschenden Dynamiken – Druckmechanismen und Affordanzen – besorgniserregende Phänomene wie Clickbait und Misinformation begünstigen, kann diese Forschung die (Um)Gestaltung solcher Online-Umgebungen informieren.
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Pietro Leonardo Nickl (2026) studied this question.
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