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Einführung Ein wichtiges Problem im Bereich der sportbedingten Gehirnerschütterung ist das Fehlen eines klinischen Bewertungswerkzeugs, das als ‚Goldstandard‘ gilt. Derzeit beruht die Diagnose stark auf der Selbstberichterstattung über Symptome und der Beobachtung klinischer Anzeichen durch medizinische Fachkräfte. Um dies anzusprechen, wurde unsere Gruppe motiviert, objektive Maßnahmen zur neurologischen Beeinträchtigung nach einer Gehirnerschütterung zu entwickeln. Das räumliche Arbeitsgedächtnis ist ein wichtiger Aspekt der kognitiven Funktion, der nach einer Gehirnerschütterung beeinträchtigt sein könnte. In der vorliegenden Studie haben wir das räumliche Arbeitsgedächtnis mithilfe einer robotergestützten räumlichen Spannaufgabe gemessen. Zunächst bewerteten wir die Test–Retest-Reliabilität bei 82 gesunden Athleten, die in zwei sportlichen Saisons eine Basisuntersuchung durchliefen, unter Verwendung von Intraclass-Korrelation-Koeffizienten. Anschließend bewerteten wir die Leistung des räumlichen Gedächtnisses der 47 Athleten akuten nach sportbedingter Gehirnerschütterung relativ zu ihrem Ausgangswert mithilfe eines zuverlässigen Veränderungsindexes mit einem Konfidenzintervall von 80 %, um eine Beeinträchtigung auf individueller Basis zu definieren. Ergebnisse Wir fanden eine gute Test–Retest-Reliabilität für die durchschnittliche Spannweite (ein Maß für die Länge des räumlichen Arbeitsgedächtnisses; Intraclass-Korrelation-Koeffizient = 0,79) und eine moderate Reliabilität für die Reaktionsdauer (Zeit, die pro räumlichem Ziel benötigt wird; Intraclass-Korrelation-Koeffizient = 0,64) bei gesunden Athleten. Nur 19 % der akut Gehirnerschütterten zeigten jedoch Hinweise auf eine Beeinträchtigung im Vergleich zu ihrem Ausgangswert bei der durchschnittlichen Spannweite, und noch weniger (9 %) zeigten Hinweise auf eine Beeinträchtigung in der Reaktionsdauer. Die Analyse der Serienpositionskurven ergab Primär- und Resenz-Effekte für diese Aufgabe, jedoch keine Unterschiede auf Gruppenebene zwischen Gehirnerschütterten und gesunden Athleten. Die Analyse spezifischer Fehlertypen zeigte eine höhere Rate von Substitutionsfehlern in der Gruppe der Gehirnerschütterten bei der Basisuntersuchung, was auf mögliches Vortäuschen bei einer kleinen Anzahl von Athleten hindeutet. Fazit Insgesamt zeigten wenige Athleten Beweise für ein beeinträchtigtes räumliches Arbeitsgedächtnis nach einer Gehirnerschütterung, was darauf hindeutet, dass entweder das räumliche Arbeitsgedächtnis nach einer Gehirnerschütterung nicht häufig beeinträchtigt ist oder dass die vorliegende Aufgabe nicht ausreichend anspruchsvoll ist.
Whitten et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.
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