Randomized trial reveals effective behavioral interventions, suggesting a shift in governance practices.
Zusammenfassung Verhaltensökonomische Ansätze sind heute fest in der Wirtschaftspolitik verankert. Wie Malte Dewies und Lucia A. Reisch argumentieren, hat die Verhaltenspolitik eine zweite, reifere Phase erreicht – mit stärkerer Evidenz, fester institutioneller Einbettung sowie hohen Anforderungen an Governance und Ethik. Mega-Studien und Evidenzübersichten relativieren anfängliche, manchmal überzogene Wirksamkeitserwartungen. Die Empirie zeigt: Verhaltensbasierte Instrumente wirken, wenn sie richtig geplant und angewendet werden. Besonders wichtig sind ein testbasierter Politikprozess, die frühe Einbindung der Zielgruppen sowie die kontinuierliche Evaluation der Wirkungen und Nebenwirkungen. Besonders wirksam sind verhaltensbasierte Interventionen, unter anderem Nudges, in Kombination mit klassischen regulativen und ökonomischen Maßnahmen. Die Digitalisierung ergänzt das Instrumentarium um personalisierte und dynamische Interventionen, birgt jedoch auch neue Risiken. Eine „Verhaltenspolitik 2.0“, so das Plädoyer in diesem Beitrag, sollte pragmatisch, evidenzbasiert, fallabhängig, kosten-nutzenorientiert, transparent und unideologisch sein.
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Dewies et al. (2026) studied this question.
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