Zusammenfassung In diesem Beitrag werden die makroökonomischen Effekte von Mindestlöhnen diskutiert. Mindestlöhne haben die Funktion, den Niedriglohnsektor zu begrenzen und ein Absinken des Lohnniveaus und damit eine deflationäre Entwicklung zu verhindern. Mindestlohnerhöhungen, wenn sie die Lohnstruktur von unten stauchen, führen zu Umverteilungen, welche einen positiven Nachfrageeffekt nach Gütern und Dienstleistungen erwarten lassen. Im Vergleich zum Medianlohn steigende Mindestlöhne verändern die relativen Preise und die Struktur der Nachfrage und Produktion. Mindestlöhne können unter bestimmten Bedingungen die Produktivität erhöhen. Entgegen dem neoklassischen Standardmodell sind von Mindestlohnerhöhungen keine negativen Beschäftigungseffekte zu erwarten. Die empirische Entwicklung in Deutschland entspricht vollständig den theoretischen Erwartungen.
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Hansjörg Herr (2026) studied this question.
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