Der Beitrag entwickelt die Becoming Planetary Theory (BPT) als Antwort auf die ökologischen, sozialen und technologischen Krisen des Anthropozäns. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass moderne Gesellschaften trotz der Warnungen vor den „Grenzen des Wachstums“ weiterhin auf technologische Lösungen setzen und dadurch einen selbstverstärkenden Kreislauf aus Ressourcenverbrauch und Innovation erzeugen. BPT kritisiert die erkenntnistheoretischen Grundlagen des modernen, dualistischen Denkens und plädiert für eine planetarische Perspektive, die globale Zusammenhänge mit gelebter Erfahrung verbindet. Im Zentrum stehen drei Denkachsen: erstens die Überwindung von Dichotomien wie Subjekt und Objekt, Natur und Kultur durch ein Denken des „Dazwischen“, das Relationalität und Interdependenz betont. Zweitens eine metamorphe Ontologie, die Wirklichkeit als kontinuierlichen Prozess von Transformation und Werden versteht. Drittens die Aufhebung der strikten Grenze zwischen Leben und Nichtleben, wodurch auch nichtmenschliche Akteure als Teil lebendiger Beziehungsgefüge erscheinen. Unter Einbeziehung anthropologischer, philosophischer und indigener Wissensformen eröffnet BPT eine selbstreflexive und transkulturelle Perspektive, die neue Wege für ein verantwortungsvolles Zusammenleben auf einem begrenzten Planeten aufzeigt.
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Shoko Suzuki (2026) studied this question.
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