Zusammenfassung Der Beitrag untersucht, wie sozial gerechter Klimaschutz an der Schnittstelle von Klima- und Sozialpolitik vermittelt wird. Aufbauend auf bewertungs- und organisationssoziologischen Prämissen werden die Valorisierungsstrategien eines bundesweiten Programms analysiert, das Energiesparberatungen für einkommensschwache Haushalte anbietet. Die Studie stützt sich auf 45 Interviews mit Projektmitarbeiter*innen sowie teilnehmende Beobachtungen, um aufzuzeigen, wie das Programm divergierende normative Erwartungen koordiniert und dadurch eine Form sozial gerechten Klimaschutzes herstellt, die in unterschiedliche organisationale Felder vermittelt werden kann. Zugleich werden strukturelle Grenzen des Programms sichtbar: Die Fokussierung auf individuelle Konsumpraktiken entkoppelt politische Klimaziele von der Alltagsrealität einkommensschwacher Haushalte und verliert strukturelle Ungleichheitsdimensionen aus dem Blick. Der Beitrag diskutiert abschließend Implikationen für soziale Ungleichheitsfragen und ökosoziale Politik, indem er die Spannungen zwischen institutionalisierten Ansprüchen, normativen Zielsetzungen und Alltagspraktiken kritisch reflektiert.
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Serrano‐Velarde et al. (2026) studied this question.
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