Der Artikel untersucht die ethischen Implikationen theologischer Machtkonzeptionen in der Kirche und deren soziale Relevanz.
Zusammenfassung Der Artikel untersucht theologische Deutungen von Macht in der Kirche und deren Verbindung mit ethischen Leitvorstellungen. Im Zentrum steht die christliche Dialektik von Macht und Ohnmacht, die weder zu einem grundsätzlich negativen noch zu einem vorbehaltlos positiven Machtverständnis führt, sondern nach einer „guten“ Macht fragt. Besprochen werden klassische theologische Ansätze (u. a. von Paul Tillich, Eberhard Jüngel und Dorothee Sölle), die Macht mit Liebe, Gerechtigkeit und Befähigung (Empowerment) verknüpfen. Dabei wird deutlich, dass theologisches Reden über Macht stets normativ geprägt ist. Der Beitrag reflektiert zugleich kritisch die Risiken idealisierter Vorstellungen von liebender oder fürsorglicher Macht, insbesondere dort, wo sie die Notwendigkeit von Kontrolle, Grenzziehung und Konfliktbearbeitung verdecken. Die Verbindung („Legierung“) von Macht mit ethischen Idealen prägt kirchliche Praxis, birgt jedoch auch die Gefahr von Moralisierung und mangelnder Transparenz. Abschließend plädiert der Artikel für eine differenzierte und kritische Auseinandersetzung mit theologischen Machtkonzeptionen und ihren ethischen Konsequenzen.
No takes yet. Share an insight, caveat, or question.
Georg Kalinna (2026) studied this question.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: