Überblick Der vorliegende Beitrag referenziert aktuelle Kommunikationsereignisse, um an ihnen zu zeigen, wie sich (exemplarisch) über den Topos ‚Medienkritik‘/‚Meinungsfreiheit‘ religionsbezogene Kommunikation mit normativem Misstrauen verschränkt und so Polarisierungsprozesse sowie das Mainstreaming von Ideologien der extremen Rechten begünstigen kann. ‚Medienkritik‘ fungiert in diesen Zusammenhängen nicht als konstruktive Kritik, sondern als strategische Ressource, mit der professioneller Journalismus – als Ausdruck bzw. Medium eines vermeintlich korrupten Systems – delegitimiert und die Notwendigkeit ‚alternativer Medien‘ begründet wird. Der Bezug auf Meinungsfreiheit erfüllt dabei eine komplementäre Funktion. Er ermöglicht es Akteur:innen der extremen Rechten, ihre Positionen als unterdrückte Wahrheiten zu inszenieren und Kritik an ihnen als Einschränkung legitimer Freiheitsrechte umzudeuten.
No takes yet. Share an insight, caveat, or question.
Kristin Merle (2026) studied this question.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: