Theoretical analysis reveals how value conflicts bypass institutional boundaries in American Protestantism, highlighting structural mechanisms driving religious polarization.
Der Beitrag entwickelt die These, dass mit „Polarisierung“ eine Konstellation bezeichnet werden kann, in der sich Wertkonflikte institutioneller und verfahrensförmiger Bearbeitung entziehen. Im Anschluss an Max Weber entwickeln wir eine konflikttheoretische Perspektive, die Polarisierung nicht primär über das Ausmaß ideologischer oder affektiver Gegensätze bestimmt, sondern darüber, wie Konflikte institutionell gebunden und ausgetragen werden. Im Zentrum steht die Frage, ob Konflikte an eine Ordnung gebunden sind, die ihre Mittel begrenzt und Wertansprüche in verfahrensfähige Kriterien übersetzt. Idealtypisch unterscheidet der Beitrag zwei Modi der Konkurrenz – geregelte und ungeregelte Konkurrenz – sowie Gewalt als Grenzfall. Am Beispiel des protestantischen Feldes der Vereinigten Staaten wird gezeigt, wie institutionelle Veränderungen die Austragung religiöser Konflikte verändern. Polarisierung zeigt sich dabei in symbolischen Grenzziehungen, moralischer Delegitimierung und Reinheitssemantiken, durch die Gegensätze zugespitzt und verfahrensförmiger Bearbeitung entzogen werden.
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Pruisken et al. (2026) studied this question.
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