Impuls untersucht die Rolle von Religion in gesellschaftlicher Polarisierung und identifiziert zentrale Grenzpraktiken.
Zusammenfassung Dieser Impuls betrachtet das Verhältnis von Religion und gesellschaftlicher Polarisierung. Statt religiöse Dynamiken lediglich als Nebenprodukt politischer oder ökonomischer Trends zu deuten, rückt der Text eine praxeologische Perspektive auf die konkrete Grenzarbeit („Boundary Work“) in den Fokus. Er identifiziert fünf zentrale Grenzpraktiken – von semantischen Positionierungen über demarkierende Sprechakte bis hin zu materiellen und räumlichen Arrangements –, welche die aktive Herstellung symbolischer und sozialer Grenzen in inter- und intrareligiösen Kontexten verdeutlichen. Vor diesem Hintergrund plädiert der Beitrag dafür, Religion nicht nur als Epiphänomen übergreifender Polarisierungsbewegungen zu betrachten, sondern die Eigenlogik und Prägekraft von Religion in gesellschaftlichen Differenzierungsprozessen wieder stärker in den Blick zu nehmen. Darin liegt zugleich ein Potenzial zur eigenständigen theoretischen Profilierung der Religionswissenschaft im interdisziplinären Konzert zum Leitmotiv der Polarisierung.
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Alexander-Kenneth Nagel (2026) studied this question.
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